Value Investing

Value Investing – Mit Sicherheit mehr Vermögen

Was genau ist Value Investing eigentlich?

 

Zäumen wir das Pferd zunächst von hinten auf: Ziel des Value Investing ist die Erzielung überdurchschnittlicher Renditen gegenüber dem Gesamtmarkt bei gleichzeitiger Reduzierung von Verlusten.

Zu Deutsch bedeutet Value Investing „wertorientieres Anlegen“, was ziemlich genau den Kern dieser Anlagestrategie trifft, nämlich die Begrenzung von Verlusten anstelle der Maximierung von Rendite.

Beim Value Investing werden Kauf- und Verkaufsentscheidungen ausschließlich unter Bezugnahme auf den realwirtschaftlichen Gegenwert des Investments getroffen, den so genannten inneren Wert*. Der Investitionsansatz ist folglich der Fundamentalanalyse** zugehörig. Dadurch unterscheidet sich das Value Investing grundlegend von Investmentstrategien, die auf technischer Analyse, wahnwitzigen Phantasien oder Momentumstrategien*** beruhen, welche zumeist nur die bisherige Entwicklung des Marktpreises (Kurses) des Investments im Zeitverlauf betrachten.

 

* Unter dem inneren Wert versteht man den Wert eines Unternehmens oder Wertpapiers, der diesem aufgrund objektiver Bewertungsmaßstäbe beigemessen wird ("angemessener Wert"). Der innere Wert kann sich vom Marktwert unterscheiden zu dem das Wertpapier oder die Aktie eines Unternehmens gerade an der Börse gehandelt wird. Während der Marktwert sich aus Angebot und Nachfrage ergibt, ist der innere Wert das Ergebnis einer systematischen Berechnung.

** Die Fundamentalanalyse versucht den fairen oder angemessenen Preis von Wertpapieren („innerer Wert“) zu ermitteln. Im Gegensatz zur Chartanalyse basiert sie nicht auf einer Betrachtung von Börsenkursen oder vergangenen Chartmustern, sondern auf betriebswirtschaftlichen Daten und dem ökonomischem Umfeld eines Unternehmens, den sogenannten Fundamentaldaten. Unter Fundamentaldaten sind in der Bilanz Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote, die Fremdfinanzierungsquote oder die Gesamtkapitalrendite beispielhaft zu verstehen. Aus diesen Unternehmensdaten können dann in Verbindung mit dem Aktienkurs fundamentale Kennzahlen zur Aktienanalyse erstellt werden, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) um nur zwei zu nennen.

*** Die Technische Analyse (auch Chartanalyse) versucht aus der Kurs- und Umsatzhistorie des Basiswerts günstige Kauf- bzw. Verkaufzeitpunkte zu ermitteln, d. h. die Kursentwicklung – oder zumindest deren Eintrittswahrscheinlichkeit – vorherzusagen.

Was hat es mit Behavioral Investing auf sich?

 

Unter dem Begriff „Behavioral“ wird in der Wirtschaftswissenschaft die Verhaltensökonomik der Marktteilnehmer verstanden.

Behavioral Finance ist somit eine auf den Finanzmarkt zugeschnittene Begrifflichkeit und verbindet wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen mit der Psychologie.

In Kürze kann man die Erkenntnisse des Behavioral Finance bezüglich der Vermögensanlage wie folgt beschreiben:

Die meisten Anleger, vermehrt Privat- aber auch professionelle Anleger, verhalten sich zumeist irrational in ihren Anlageentscheidungen. Es ist vollständig naiv anzunehmen, als Privatanleger könne man den Markt dauerhaft und wiederholbar schlagen. Vollständig naiv deshalb, weil die Wissenschaft bereits vor der modernen Begrifflichkeit des „Behavioral Finance“ viele Faktoren identifiziert hat, die eine langfristige Überrendite (= Outperformance) einzelner Investoren äußerst unwahrscheinlich macht.

Die Erkenntnisse der modernen Untersuchungen dieses Phänomens bestätigen jegliche Untersuchungen der Vergangenheit: Die Chancen, den Aktienmarkt langfristig nach Kosten und Risiko zu schlagen, sind bei einer unausgewogenen, nicht diversifizierten und emotionsgesteuerten Anlagephilosophie deprimierend gering.

 

Wir sind in unserer Anlagephilosophie demütig und versuchen nicht, uns diesen unbestrittenen  wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersetzen. Wir möchten Ihnen einige Faktoren aufzeigen, welche wir in unserer Anlagestrategie vermeiden möchten:

  • Systematische Selbstüberschätzung
    Auch als „overconfidence bias“ bezeichnet, beschreibt das Phänomen dass Anleger ihr Wissen konsequent zu hoch einschätzen. Zum Beispiel geben 85% aller befragten Privatanleger an, sie seien „überdurchschnittliche“ Investoren – eine Zahl die schon aus mathematischen Gründen nicht stimmen kann. Dieses Phänomen ist bei Männern weitaus stärker ausgeprägt als bei Frauen.
  • Verlustaversion
    Verluste werden gefühlsmäßig als gravierender eingestuft als Gewinne in gleicher Höhe. Auch unserer Erfahrungen zeigen dass die meisten Anleger dem unterbewussten Zwang unterliegen, Verlustrealisierungen zu vermeiden. Der Hintergrund liegt in der Tatsache, so eine „Niederlage“ eingestehen zu müssen. Dabei zeigen auch unsere Untersuchungen, dass die Begrenzung von Verlusten und somit falschen Anlageentscheidungen die Basis für kontinuierlichen Anlageerfolg darstellt.
  • Übergewichtung der Vergangenheit
    Die verhaltenssteuernde Wirkung von Informationen verfällt im Zeitablauf, unabhängig von ihrer Bedeutung und Auswirkung auf die Gegenwart, zu Gunsten weniger relevanten, aber jüngeren Ereignissen.
  • Kursprognosen
    Die häufigste gestellte Frage an Vermögensberater ist: „Wie entwickeln sich die Kurse in den nächsten Monaten?“. Wir kennen die Marktpreise von morgen nicht und können diese nicht vorhersagen. Wir halten uns an Fakten und Tatsachen. Wir müssen daher immer Entscheidungen unter Unsicherheit treffen. Falsche Entscheidungen gehören zum Investieren wie zum Leben. Wichtig dabei ist: Wir müssen die Auswirkungen von falschen Entscheidungen begrenzen.

 

Unsere Anlagephilosophie

  • Die Auswirkungen negativer Entscheidungen sollten bestmöglich begrenzt werden.
  • Es ist wichtiger, in negativen Börsenphasen substantielle Verluste zu vermeiden, als den Markt in positiven Phasen zu schlagen.
  • Nach rationalen und systematischen Gesichtspunkten zu investieren erhöht die Chancen auf langfristig überdurchschnittliche Anlageerfolge.
  • Strenge Regeln und deren disziplinierte und geduldige Umsetzung schützt vor eigenem emotionalem Fehlverhalten und lässt uns Nutzen aus dem emotionalen (Fehl-)Verhalten anderer Marktteilnehmer ziehen.
  • Wir verfolgen eine diversifizierte Anlagestruktur unter Vermeidung von emotionsgesteuerten Anlageentscheidungen.
  • Für uns liegt der dauerhafte Anlageerfolg in der Ausnutzung dieser bekannten Anomalien und irrationalem Verhalten. Wir begrenzen die Auswirkungen von negativen Verlusten konsequent und treffen systematische und strukturierte Anlageentscheidungen.
Wie Sie von unserer Value Systematik profitieren
  • Wir setzen die Erkenntnisse des Value Investing und der Behavioral Finance innerhalb unserer Vermögensberatung konsequent um.
  • Wir selektieren für unsere Anleger unterbewertete und attraktive Aktien nach unserer „Smart Value Stockpicking Systematik“.
  • Wir verfolgen ein aktives, regelbasiertes Anlagemanagement basierend auf unserer Smart Value Stockpicking Systematik zur Identifikation fehlgepreister bzw. stark unterbewerteter Einzeltitel mit geringem Verlustrisiko.
  • Wir verfolgen einen Bottom-Up-Ansatz.
  • Wir wenden quantitative, technische und fundamentale Analysen an.
  • Wir setzen Erkenntnissen des Behavioral Investing um.
  • Wir verfolgen einen disziplinierten Risiko-Kontrollprozess und eine opportunistische Vorgehensweise.
  • Wir weichen bewusst von Benchmarkausrichtungen ab.
  • Unsere Investitionsquote ist flexibel.
  • Die Umsetzung der „Smart Value Stockpicking Systematik“ erfolgt im defensiv ausgerichteten PLF – Asia Pacific Stable Strategy, dem Asia Pacific Value Smart Select, dem Australia Value Smart Select und in unserer Vermögensberatung.

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